Routenplanung für deine Vietnam Rundreise (4 Wochen)

Individuelle Tipps für eure Rundreisestopps

Eigentlich sind vier Wochen kaum genug, um Vietnam zu erkunden aber ehrlich gesagt: Wer hat schon 4 Wochen am Stück Urlaub? Durch einige persönliche Veränderungen hatte ich diese Zeit und wollte sie entsprechend nutzen ganz Vietnam näher kennen zu lernen. Daher habe ich euch ein paar Tipps zusammengestellt welche Orte sehenswert sind und wie viel Zeit ihr bei eurer Rundereisenplanung dafür einplanen solltet.

Von Norden nach Süden oder andersrum

Klassischerweise verläuft eine Vietnam Rundreise entweder von Norden nach Süden oder andersherum. Ich habe mich entschieden von Norden nach Süden zu reisen, also von Hanoi bis nach Ho-Chi-Minh-City, da ich mir die Möglichkeit offen lassen wollte von Vietnam aus entweder weiter in Richtung Malaysia oder Indonesien zu reisen. Aber dies hatte auch einen praktischen Grund. Da ich noch nicht wusste, wie lange ich genau im Land bleiben würde, gab es für mich von Ho-Chi-Minh aus einfach vielfältigere Möglichkeiten einfach in den Flieger zu steigen und weiter zu reisen, da es von dort aus viel mehr Flugverbindungen gibt.

Meine Route von Hanoi nach Saigon:

Hanoi – Sapa – Tam Coc – Halong Bay – Hue – Quy Nhoun – Dalat – Mui Ne – Saigon (Ho-Chi-Minh City) – Mekong Delta

Karte Vietnam

Wie komme ich vorwärts? Welche Transportmittel gibt es?

Vietnam ist lang und schmal, was bedeutet, dass ihr zwischendurch immer wieder lange Strecken zurücklegen müsst. Für fast die gesamt Route gibt es Busse, einige fliegen auch einfach. Ich wollte viele Wege mit dem Zug fahren. Der ist zwar etwas teurer als die zahlreichen Busse aber es ist jedoch sicherer, bequemer und natürlich auch nachhaltiger mit dem Zug zu fahren. Die Bustickets gibt es in fast jedem Tourist Office, Reisebüro oder auch meistens in den Unterkünften. Vergleicht einfach ein paar Preise und bucht dann die Verbindung, die für eich am Besten passt.

Meine Zugtickets habe ich fast alle online gebucht aber manche Reiseagenturen bieten das auch vor Ort an. Meine Erfahrung ist allerdings, dass dann einfach ein Zuschlag aufgebucht wird und das Ticket dann unnötig teuer wird. Die Nachtzüge haben 4er oder 6er Schlafkabinen und nicht selten reiste ich hier zusammen mit vietnamesischen Familien. Näher dran an den Einheimischen geht kaum.

Wenn ihr nur ein kleines Budget habt empfehle ich den Bus, viele Verbindungen gibt es auch als Nachtbus (sogenannte Sleeperbusse) dann spart ihr euch die Kosten für die Übernachtung. Die Sleeperbusse haben meist 2 Etagen und Liegesitze.

Rollertaxi Grab – ohne geht es fast nicht

Wenn ihr innerhalb der Orte mobil sein wollt und euch keinen Roller mieten möchtet, nehmt euch ein „Grab“ Motorradtaxi. Es gibt dazu eine App, über die ihr die gewünschte Strecke buchen könnt. Der Preis wird euch direkt angezeigt und ihr zahlt am Ende beim Fahrer. So spart ihr euch ein lästiges Verhandeln und werdet nicht über den Tisch gezogen, denn die Fahrten sind insgesamt sehr günstig.

1 Hanoi

In Hanoi bekommt man gleich den ersten Kulturschock, denn von der geordneten europäischen Welt in eine wuselige Stadt mit unzähligen Rollern und ohne Verkehrsregeln, ist ein wahres Erlebnis. Macht einen Spaziergang durch die Altstadt, das sogenannte French Quarter und lasst euch auf den Flair der Stadt ein. Je nachdem welche Straße ihr entlang lauft werden unterschiedliche Waren angeboten. Schuhe, Kleidung, Töpfe, Lampen, usw. Mir hat vor allem die Architektur und der Charme der alten Häuser gefallen. Überall gibt es Garküchen, Cafés, Straßenverkäufer natürlich Roller. Schaut euch auch unbedingt die Gegend um den Markt an, macht eine Streetfood Tour und den Hoan Kiem Lake. Aber lasst euch bloß nicht von den Rollern überfahren.

Zur Akklimatisierung nach einem langen Flug und zu würde ich 2-3 Tage in Hanoi empfehlen. Mich hat Hanoi schnell in seinen Bann gezogen und rückwirkend betrachtet war es eins meiner Highlights auf der Reise.

Mein Tipp: Genießt einen vietnamesischen Kaffee oder einen Egg Coffee in einem der vielen nostalgischen Cafes und laßt das Rollerchaos an euch vorbeiziehen.

2 Sapa

Von Hanoi aus geht es entweder mit dem Nachtzug nach Lao Cai, wo man dann in den Bus nach Sapa umsteigen muss. Oder ihr nehmt direkt den Nachtbus bis nach Sapa. Sapa ist für diejenigen zu empfehlen, die in den Bergen wandern möchten, sich vom Stress der Großstadt erholen möchten oder mehr über die Minderheiten Vietnams erfahren möchten. Ich habe außerhalb von Sapa bei einer Hmong Familie in einem Homestay übernachtet und bin dann mit ihnen durch Reisfelder und das Hochland gewandert. Alternativ kann man auch von Hanoi aus geführte Touren buchen, bei denen man jeden Tag woanders übernachtet und dann von Ort zu Ort wandert.

Achtung, da Sapa nördlicher und höher als Hanoi liegt, kann hier schon mal eine Fleecejacke und eine lange Hose anziehen.

Ich habe 2 Nächte in Sapa verbracht und bin dann wieder mit dem Nachtzug von Lao Cai nach Hanoi gefahren.

3 Ninh Binh/Tam Coc

Mein eigentlicher Plan war von Sapa aus mit Zwischenstopp in Hanoi in die Halong Bay zu fahren. Leider war an dem Tag leider ein Taifun in der Bucht unterwegs und ein Besuch dort daher unmöglich. Alternativ fuhr ich dann noch am selben Tag mit dem Bus nach Ninh Bin bzw. Tam Coc. Hier solltet ihr auf jeden Fall halt machen. Mietet euch ein Fahrrad und radelt zu den Sehenswürdigkeiten und auf jeden Fall zur Mua Cave (fragt im Notfall die Einheimischen nach `Hang Mua`, denn es gibt keine Beschilderung dorthin). Tam Coc ist leider sehr überlaufen und voller Touristen aber die Natur und die Tempel sind definitiv die Reise wert. Die Floßfahrt über den Fluß, bei denen die Fahrer mit den Füßen lenken ist zwar landschaftlich schön aber leider eine ziemliche Abzocke.

Auch hier bin ich 2 Nächte geblieben, da ich nachmittags erst ankam und dann nur einen vollen Tag für Radtour und die Mua Caves hatte. Der Bus in Richtung Halong Bay ging dann schon am nächsten Morgen. Ich kann hier auch eine Nacht mehr empfehlen, dann könnt ihr noch einen Roller mieten und die etwas entfernteren Tempel Bai Dinh oder Hoa Lu besichtigen.

4 Halong Bay

An der Halong Bay scheiden sich die Geister. Landschaftlich wunderschön ist sie einfach wahnsinnig voll und touristisch und fast alle machen hier eine kleine Kreuzfahrt und übernachten 1-2 Nächte auf dem Schiff.

Vermutlich besucht einfach jeder Tourist, der nach Vietnam kommt auch die Halong Bay und die zahlrichen idyllischen Bilder, die man aus dem Internet oder von Prospekten kennt, erscheinen aufgrund der vielen Schiffe fast schon wie eine Collage.

Ich hatte mich für die Insel Cat Ba entschieden, um hier ein paar tolle Ausblicke auf die Bucht zu erhaschen und von hier aus ein paar Ausflüge zu machen. Ohne Roller seid ihr hier allerdings etwas aufgeschmissen, denn die Stadt selbst ist nicht sonderlich sehenswert und zum Strand ist ein ganzes Stück zu laufen. Ich war nur eine Nacht hier geblieben und bin viel zu Fuß gelaufen.

Ich empfehle hier 2 Nächte zu bleiben, entweder auf ein Schiff zu gehen, in einem Floating Village zu übernachten oder von Cat Ba aus in den Nationalpark oder ein paar Ausflüge zu machen. Der Klassiker ist hier eine Kanutour und es gibt überall Büros, wo ihr diese buchen könnt. Wie gesagt musste ich aufgrund des Wetters erst nach TamCoc und dann in die Halong Bay. Von Hanoi aus kommend würde man zuerst in die Bucht und dann nach Tam Coc fahren.

Mein Tipp: Der Aussichtspunkt am Kanonenfort ist definitiv sehenswert, wenn der Aufstieg auch wirklich schweißtreibend ist. Entweder lauft ihr hoch oder mietet einen Roller zum Erkunden der Insel.

5 Hue

Viele lassen die alte Kaiserstadt auf ihrer 2-wöchigen Reise durch Vietnam aus. Ich kann das nicht nachvollziehen denn Hue gehört zu einem meiner Highlights auf meiner Reise. Nicht nur kulturell und architektonisch ein Muss sondern auch kulinarisch. Ich bin von Cat Ba aus mit Fähre und Bus bis nach Ninh Binh und dort dann in den Nachtzug nach Hue. Diese Verbindung war eine der längsten meiner Reise und ich war von einem Ort zum anderen ca. 15 Stunden unterwegs. Durch den Nachtzug ging es aber wunderbar und morgens zum Frühstück war ich dann in Hue angekommen.

Die Besichtigung der alten Kaiserstadt gehört hier zum Pflichtprogramm und auch die Kaisergräber in der Umgebung sind einen Besuch wert. Die Kaiserstadt erkundet ihr am Besten selbst, zu den Gräbern habe ich dann mit einer Mitreisenden aus dem Hostel einen Fahrer gemietet. Hue war es unglaublich stickig und heiß, ich war froh einen Hut dabei zu haben.

Hue gehört zum ehemaligen Südvietnam und hat ein ganz anders Flair als der Norden. Mir hat besonders das Essen gefallen. Hue bietet eine ganze Vielzahl von lokalen Spezialitäten, ein wahres Paradies für Essenliebhaber.

Mein Tipp: Die liebenswerten Ladies von „I love Asia“ haben eine tolle Food Tour angeboten. Unbedingt mitmachen und viel Hunger mitbringen.

6 HaiVan Pass (Wolkenpass) und Hoi An

Hoi An ist für mich ein absolutes Muss bei einer Vietnam Reise, weil es einfach wunderschön ist. Nach Hoi An gibt es nur Busverbindungen, der Zug fährt nur bis Danang. Auf dem Weg von Hue nach Hoi An liegt noch der Hai Van Pass, der Wolkenpass und ist die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam. Viele Touristen fahren diese Strecke mit dem Motorrad, entweder als Selbstfahrer oder als Beifahrer.

Da beides für mich nicht Frage kam, buchte ich einen Bustransfer, der über den Hai Van Pass fuhr und unterwegs an ein paar Punkten anhielt. Für diese Strecke gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, daher sollte man in den zahlreichen Reiseagenturen Preise und Angebot vergleichen. Der Hai Van Pass ist ein tolles Erlebnis und man sollte ihn auf jeden Fall abfahren wenn man ohnehin von oder nach Hoi An fährt. Bei klarem Wetter wird man mit tollen Ausblicken belohnt. Die regulären Busse fahren alle durch den Tunnel und nicht durch die Berge, daher solltet ihr vorher nach HaiVan fragen.

Hoi An selbst ist ein wahres Schmuckstück und wohl die meist besuchteste Stadt in Vietnam. Es kommt einem etwas vor wie eine Puppenstube, alles ist klein, sauber und idyllisch und als ob die Zeit stehen geblieben wäre. In der Stadt wird sehr darauf geachtete dass diese Bild beibehalten wird und überall hängen die süßen bunten Laternen und die Beschilderungen der Läden sind alle aus traditionellem Holz. Leider ist die Stadt extrem überfüllt von Touristen und überall stellen sich die Mädels für Instagram Fotoshootings auf. Hoi An kann man wunderbar zu Fuß erkunden, sich in einem der hippen Läden mit einem frischen Saft oder Kaffee treiben lassen und ein bisschen shoppen.

Leckeres und günstiges Essen bekommt ihr auf dem Markt. Hier ist man schon auf die zahlreichen Touristen eingestellt und die meisten sprechen etwas englisch.

Mein Tipp: Wenn möglich, kommt zum Vollmond und bucht euch abends ein Boot und macht eine kleine Tour auf dem Fluß (Achtung, gut verhandeln). Im Licht des Vollmondes ist Hoi An am Abend noch magischer. Am Ende könnt ihr euch dann noch auf dem Nachtmarkt leckeres Streetfood schmecken lassen.

Für Badenixen:

Wenn ihr genug von der heißen und vollen Stadt habt, bleibt noch 1-2 Nächte am Ang Bang Strand, der nicht weit von Hoi An entfernt liegt. Der Strand ist wunderschön und ihr könnt euch hier toll erholen. Wenn ihr eher etwas Nachtleben haben möchtet fahrt rüber nach Danang. Danang liegt in der selben Bucht nur ein paar Kilometer weiter und bietet alles was eine moderne Großstadt hat.

Mir hat es am Ang Bang Beach in meinem keinen Strandbungalow sehr gut gefallen und insgesamt war ich 2 Nächte in Hoi An und 2 am Strand. Nach dem ganzen Reisetagen und der ganzen Kultur taten ein paar Strandtage auch wirklich gut.

7 Mỹ Sơn

Von Hoi An aus kann man wunderbar die Ruinen von Mỹ Sơn besichtigen. Sie sind zwar längst nicht so spektakulär wie die Cham-Stätten in Kambodscha aber wenn man ohnehin in der Nähe ist, lohnt der Abstecher dorthin durchaus. Hier wird es teilweise unerträglich heiß, daher unbedingt ganz früh morgens aufstehen und die Sonnenaufgangstour dorthin buchen. Zum Frühstück ist man dann wieder zurück und kann entweder den Rest des Tages in Hoi An verbringen oder so wie ich zum Ang Bang Beach fahren und sich dort etwas ausschlafen.

8 Quy Noun/Bai Xep

Während es den Großteil der Touristen nach Nha Trang zieht, haben mir alle geraten „Don’t go to Nha Trang“. Es gäbe zwar einen schönen Strand, sei aber völlig überlaufen, gleiche eher europäischen Bettenburgen und sei übervölkert mit russischen Touristen. Das wollte ich auf keinen Fall. Nha Trang taucht so ziemlich in jeder Rundreise als Badestopp auf, die man in Deutschland so als Standard buchen kann. Wen so etwas mag sollte hier natürlich auch anhalten und bleiben.

Ich wollte eher an einen Ort, der ursprünglicher ist, wo es nicht so überlaufen ist. Quy Nhon bzw. Bai Xep war dafür der ideale Ort. Im Lonely Planet wird er bereits erwähnt und auch an der Rezeption meiner Unterkunft am Ang Bang Beach kannte man Quy Nhoun als Geheimtipp. Also wollte ich dort als nächstes hin. Leider gibt es kaum Verbindungen von Hoi An aus und erst nach einigen erfolglosen Versuchen konnte mit jemand einen Minivan Transfer dorthin anbieten. Es handelt sich um eine Linienverbindung, die (fast ausschließlich) von Einheimischen genutzt wird und ist entsprechend halsbrecherisch. Der Minivan hält in Quy Nhoun, nach Bai Xep könnt ihr mit dem Taxi oder die Unterkunft in Bay Xep organisiert euch einen Fahrer.

Bai Xep selbst ist nur ein kleines Fischerdorf und es gibt nur weniger Unterkünfte, auch wenn gerade einige neu gebaut werden. Kaum jemand spricht englisch aber genau das macht den Charm hier aus. Es gibt superfrisches Seafood und ein paar kleine Strandcafes. Die Brandung ist recht stark und Baden eher etwas für geübte Schwimmer aber sehr ursprünglich. Da es nicht so viel zu sehen und erleben gibt, reichen 2 Nächte hier eigentlich aus.

Mein Tipp: Am Besten könnt ihr abends mit einer Kokosnuss und etwas Seafood am Strand die Seele baumeln lassen. Ich bin mir sicher dass Bai Xep definitiv die bessere Wahl war als Nha Trang.

9 Dalat

Ähnlich schwierig wie es nach Quy Nhon zu kommen ist, ist es ähnlich schwierig wieder weg zu kommen. Über die Unterkunft hatte ich einen Sleeperbus nach Dalat gebucht. Wir haben ihn dann an der Straße angehalten und ich konnte einsteigen. Es war der Nachtbus von Nha Trang nach Dalat, der hier auf der Strecke hält.

Dalat liegt im Hochland und bietet sich für Outdoorsport wie Canyoning, Mountainbiking und Kaffeeliebhaber an. Hier wird Kaffee produziert und es gibt überall Hipster Cafes in denen Europäer und westliche Residents aus Saigon sitzen und den ganzen Tag Kaffee trinken. Dalat liegt recht hoch, hier braucht man etwas wärmere Kleidung und ich habe das erste Mal Vietnamesen mit dicken Pullovern und Jacken gesehen. Wenn ihr auch vorhabt nach Dalat zu fahren packt auf jeden Fall eine lange Hose und eine leichte Jacke ein. Von hier aus könnt ihr eine Motorrradtour zu den Wasserfällen machen. In Dalat selbst ist der goldene Buddha und der alte Bahnhof aus der Kolonialzeit sehenswert. Kaffeeliebhaber sollten hier die Kaffeeplantage von LaViet besuchen.

Mein Tipp: Trinkt einen Kaffee in den zahlreichen Hipster Cafes und probiert mal einen Maulbeersaft. Ideal wenn es mal regnet.10 Mui Ne

10 Mui Ne

In Mui Ne müsst ihr ein paar Tage bleiben wenn ihr Kitesurf Fans seid und ein paar Tage abhängen wollt. Hier gibt es tolle Strände, aber leider sind viele auch ziemlich verdreckt. Die Leute hier sind sehr locker und überall könnt ihr in Cafes und Bars etwas trinken und Sonne tanken. Mui Ne ist auch bekannt für seine Dünen, überall könnt ihr zu Sonnenauf- oder untergang eine Tour buchen oder ihr fahrt einfach mit dem Grab oder mit einem gemieteten Roller selbst hin. Hier fühlt man sich eher wie in Dubai als in Vietnam. Morgens und Abends ist das Licht natürlich am Besten und es wimmelt von Menschen, die das perfekte Foto machen wollen.

Neben den Dünen könnt ihr euch noch den Fairy Stream ansehen (kostet Einttritt). Je nach Wetterlage wandert ihr hier ein Flussbett entlang und kann rote und weiße Sandsteinfelsen bestaunen. Ihr watet direkt durchs Wasser, also am besten Flip Flops anziehen.

Ich persönlich war von Mui Ne eher enttäuscht. Der Ort wird im Internet in meinen Augen viel zu sehr gehypt. Die Strände sind schön aber die in Ang Bang oder Bai Xep waren viel schöner und lange nicht so verdreckt wie die in Mui Ne. Ich empfehle Mui Ne daher nur bedingt. Der Ort ist sehr langgezogen, wenn ihr euch für eine Übernachtung entscheidet, solltet ihr eine Unterkunft buchen, die eher im Zentrum liegt.

In Mui Ne selbst halten nur Busse, wenn ihr mit dem Zug weiter wollt, müsst ihr mit dem Taxi bis nach Phan Tiet und von dort aus in den Zug in Richtung Ho-Chi-Minh steigen. Da ich lieber den Zug als den Bus nehmen wollte habe ich das Geld in das Taxi investiert und habe dann in den Zug gewechselt. Bis nach Ho-Chi-Minh City sind es dann ca. 4 Stunden Fahrt.

11 Ho-Chi Minh City / Saigon

In Saigon bekommt man ein Deja-Vue wenn man vorher schon in Hanoi gewesen ist. Das reinste Rollerchaos mit dem Unterschied, dass Saigon viel moderner ist als Hanoi. Die alte, verwitternde Architektur weicht hier modernen Bürogebäuden und Wolkenkratzern. Es gibt zahlreiche Shoppingmalls und bekannte Mode- und Kaffeehausketten.

Ihr solltet euch das Kriegsmuseum ansehen, das den Vietnamkreig auf der Perspektive der Vietnamesen zeigt, im Benh Than Market shoppen gehen und den Wiederevereinigungspalast besuchen. Die Skyline ist abends natürlich am Besten vom Bitexco Tower aus zu sehen. Wenn ihr statt für die Aussichtsterrasse euer Geld in die Bar direkt unter der Terrasse investiert seid ihr meiner Meinung nach gut beraten. Es geht doch nichts über einen abendlichen Cocktail mit Aussicht. Es gibt so viel in Saigon zu sehen, das alte Post Office, die Notre Dame Kathedrale oder die Thien Hau Pagode. Saigon hat wirklich viele unterschiedliche Gesichter und für jeden ist etwas dabei.

Ich habe noch eine Fotosafari gebucht, bei der man auch weniger bekannte Ecken kennengelernt hat wie z.B. den Blumenmarkt, die pinke Tan Dinh Kirche oder die Thien Hau Pagode. Abends gibt es auch hier überall leckeres Streetfood. Je nachdem wie viel Zeit ihr habt solltet ihr hier schon 2 volle Tage bleiben, um die Stadt auf euch wirken zu lassen.

Mein Tipp: ein leckeres Banh Xeo bei dem legendären Banh Xeo 46A essen odere wenn ihr mal wieder Hunger auf trendiges westliche Essen habt, fahrt geniesst einen leckeren Brunch in Vintage Emporium.

12 Mekong Delta

Von Ho-Chi-Minh aus gibt es zahlreiche Ausflüge ins Mekong Delta. Ich wollte eigentlich zu den schwimmenden Märkten und dort auch übernachten, aber leider kamen für diesen Trip nicht genug Teilnehmer zusammen. Daher ging es für einen Tagesausflug nach My Tho, welches auch im Delta lag. Ein sehr touristischer Ausflug aber ein lohnenswerter Einblick in das Delta. Die Auswahl an Ausflügen ist groß, am besten sucht ihr euch den raus, der euch am Besten gefällt. Ich habe mir eine Süßigkeitenherstellung aus Kokosnüssen angesehen, eine Eselskarrenfahrt und eine Bootsfahrt gemacht.

Mein Tipp: Beim nächsten Mal würde ich wohl im Vorfeld mehr Zeit in die Auswahl des passenden Ausfluges investieren oder auf eigene Faust in Mekong Delta fahren und mir die schwimmenden Märkte ansehen.

Worauf ihr bei der Planung noch achten solltet

Vietnam ist im Allgemeinen ein günstiges Reiseland und auch mit kleinem Budget könnt ihr hier viel machen. Auch die Unterkünfte sind recht günstig, ich habe oft in Homestays übernachhtet und im Schnitt 13€ für meine Zimmer bezahlt. Auch in Hostels habe ich mir gelegentlich ein eigenes Zimmer gegönnt, da ich kein Fan von Schlafsälen bin.

Vietnamesen lieben es zu handeln, auch wenn es für uns Europäer ungewohnt ist solltet ihr es überall versuchen über den Preis zu diskutieren. Klappt übrigens auch bei Ausflügen und Transfers.

Wer an Vietnam denkt, kommt um Streetfood nicht drumherum. Das leckere Essen von den kleinen Garküchen oder Essen auf den Märkten ist sehr günstig, lecker und immer frisch zubereitet. Ich habe mich oft entschieden dort zu essen wo es (zumindest auf den ersten Blick) keine westlichen Touristen gibt und ich habe während der 4 Wochen nie schlecht gegessen. Ich war froh zumindest ein paar vietnamesische Gerichte auf vietnamesisch lesen zu können, damit ich sie bestellen konnte. Darauf zeigen tut es aber in der Regel auch.

In Vietnam spricht im Gegensatz zu Thailand nicht jeder Englisch und oft muss man sich mit Händen und Füßen verständigen, aber wenn man dabei ein freundliches Lächeln nicht vergisst, klappt es in der Regel auch mit der Verständigung. Ich hatte damit gerechnet, dass ich mit Englisch überall durchkomme, aber das war nicht so. Gerade außerhab der großen Städte oder bei Vietnamesen mittleren Alters wird man nur mit viel Unverständnis angeguckt.

Als alleinreisende Frau habe ich mich stets sehr sicher gefühlt und es gab nur ganz wenige Situationen, in denen ich mir spantan eine Begleitung gewünscht habe. Vietnam ist im Großen und Ganzen ein sicheres Reiseland wenn man nicht gerade mit Designerkleidung durch die Gegend läuft und offensichtlich mit der teuren Kamera herumwedelt.

Ich empfehle eich unbedingt eine lokle Simkarte zu kaufen. Für wenig Geld habt ihr ein hohes Datenvolumen und nahezu im ganzem Land Empfang. Die Mitarbeiter in den Läden richten euch die Karte in der Regel ein und ihr könnt dann sogar mit der alten Nummer über Whatsapp mit allen in Kontakt bleiben. Mit dieser Simkarte ist die wichtigste App, die ihr euch runterladen solltet “Grab”, mit der ihr in allen größeren Städten günstige Mottoradtaxen buchen könnt. Für mich war das “Grabben” unverzichtbar.

Wart ihr schon einmal in Vietnam und habt noch andere Tipps? Oder möchtet ihr noch etwas anderes wissen? Dann könnt ihr mir gerne schreiben.

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