Etappen, Transport & Tipps: Die ultimative Route mit allen Highlights
Eine Vietnam Rundreise in viel Wochen ist perfekt, um das Land intensiv kennenzulernen – auch wenn die Zeit eigentlich viel zu kurz ist. Durch ein paar persönliche Veränderungen hatte ich diese vier Wochen am Stück zur Verfügung und wollte sie nutzen, um Vietnam von Nord nach Süd zu bereisen. In diesem Beitrag zeige ich dir meine Route, nenne dir empfehlenswerte Stopps und verrate dir, wie viele Tage du an den jeweiligen Orten einplanen solltest.

Von Norden nach Süden oder andersrum
Klassischerweise verläuft eine Vietnam Rundreise entweder von Norden nach Süden oder andersherum. Ich habe mich für die Route von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-City entschieden, auch weil ich mir die Option offenlassen wollte, anschließend weiter nach Malaysia oder Indonesien zu reisen. Außerdem gibt es von Ho-Chi-Minh aus einfach deutlich mehr internationale Flugverbindungen.
Meine Route für 4 Wochen Vietnam: von Hanoi nach Saigon
Hanoi – Sapa – Tam Coc – Halong Bay – Hue – Quy Nhoun – Dalat – Mui Ne – Saigon (Ho-Chi-Minh City) – Mekong Delta

Transport in Vietnam: Zug, Bus und Roller
Wie komme ich vorwärts? Welche Transportmittel gibt es?
Vietnam ist ein langgezogenes, schmales Land, daher musst du immer wieder längere Strecken zurücklegen. Für fast die gesamte Route gibt es Busverbindungen, außerdem kannst du viele Strecken mit dem Zug fahren oder zur Not einen Inlandsflug nehmen.
- Bus: Perfekt für kleines Budget. Viele Strecken werden als Nachtbus (Sleeper-Bus) angeboten, so sparst du eine Übernachtung.
- Zug: Etwas teurer als der Bus, dafür sicherer, bequemer und nachhaltiger. Es gibt Nachtzüge mit 4er- oder 6er-Schlafkabinen – ideal, um Zeit zu sparen und Einheimische kennenzulernen.
- Buchung: Tickets bekommst du in Reisebüros, Tourist Offices, Unterkünften oder online. Vor Ort werden in Agenturen oft Zuschläge verlangt, daher lohnt sich ein Preisvergleich.


Meine Zugtickets habe ich fast alle online gebucht aber manche Reiseagenturen bieten das auch vor Ort an. Meine Erfahrung ist allerdings, dass dann einfach ein Zuschlag aufgebucht wird und das Ticket dann unnötig teuer wird. Die Nachtzüge haben 4er oder 6er Schlafkabinen und nicht selten reiste ich hier zusammen mit vietnamesischen Familien. Näher dran an den Einheimischen geht kaum.
Wenn ihr nur ein kleines Budget habt empfehle ich den Bus, viele Verbindungen gibt es auch als Nachtbus (sogenannte Sleeperbusse) dann spart ihr euch die Kosten für die Übernachtung. Die Sleeperbusse haben meist 2 Etagen und Liegesitze.
Innerorts: Ohne „Grab“ geht (fast) nichts
Wenn ihr innerhalb der Orte mobil sein wollt und euch keinen Roller mieten möchtet, nehmt euch ein „Grab“ Motorradtaxi. Es gibt dazu eine App, über die ihr die gewünschte Strecke buchen könnt. Der Preis wird euch direkt angezeigt und ihr zahlt am Ende beim Fahrer. So spart ihr euch ein lästiges Verhandeln und werdet nicht über den Tisch gezogen, denn die Fahrten sind insgesamt sehr günstig. Ich habe das Grab viel und gerne genutzt und fand es herrlich das vietnamesische Großstadtgewusel vom Roller aus direkt mitzuerleben.

1 Hanoi
In Hanoi bekommt man gleich den ersten Kulturschock, denn von der geordneten europäischen Welt in eine wuselige Stadt mit unzähligen Rollern und ohne Verkehrsregeln, ist ein wahres Erlebnis. Macht einen Spaziergang durch die Altstadt, das sogenannte French Quarter und lasst euch auf den Flair der Stadt ein. Je nachdem welche Straße ihr entlang lauft werden unterschiedliche Waren angeboten. Schuhe, Kleidung, Töpfe, Lampen, usw. Mir hat vor allem die Architektur und der Charme der alten Häuser gefallen. Überall gibt es Garküchen, Cafés, Straßenverkäufer natürlich Roller. Schaut euch auch unbedingt die Gegend um den Markt an, macht eine Streetfood Tour und den Hoan Kiem Lake. Aber lasst euch bloß nicht von den Rollern überfahren :-).
Was du in Hanoi machen solltest:
- Spaziergang durch die Altstadt und das French Quarter
- Streetfood-Tour rund um den Markt und um den Hoan-Kiem-See
- Architektur der alten Häuser und die vielen Cafés genießen
Zur Akklimatisierung nach einem langen Flug und zu würde ich 2-3 Tage in Hanoi empfehlen. Mich hat Hanoi schnell in seinen Bann gezogen und rückwirkend betrachtet war es eines meiner Highlights auf der Reise.
Mein Tipp: Genießt einen vietnamesischen Kaffee oder einen Egg Coffee in einem der vielen nostalgischen Cafes und laßt das Rollerchaos an euch vorbeiziehen.


2 Sapa
Von Hanoi aus geht es entweder mit dem Nachtzug nach Lao Cai, wo man dann in den Bus nach Sapa umsteigen muss. Oder ihr nehmt direkt den Nachtbus bis nach Sapa.
Der Ort ist ideal, wenn du:
- in den Bergen wandern möchtest
- dem Großstadtstress entfliehen willst
- mehr über ethnische Minderheiten in Vietnam erfahren möchtest
- die Reisfelderbewundern möchtest
Ich habe außerhalb von Sapa bei einer Hmong Familie in einem Homestay übernachtet und bin dann mit ihnen durch Reisfelder und das Hochland gewandert. Alternativ kann man auch von Hanoi aus geführte Touren buchen, bei denen man jeden Tag woanders übernachtet und dann von Ort zu Ort wandert.
Achtung, da Sapa nördlicher und höher als Hanoi liegt, kann hier schon mal eine Fleecejacke und eine lange Hose anziehen.
Ich habe 2 Nächte in Sapa verbracht und bin dann wieder mit dem Nachtzug von Lao Cai nach Hanoi gefahren.

3 Ninh Binh/Tam Coc
Mein eigentlicher Plan war von Sapa aus mit Zwischenstopp in Hanoi in die Halong Bay zu fahren. Leider war an dem Tag leider ein Taifun in der Bucht unterwegs und ein Besuch dort daher unmöglich. Alternativ fuhr ich dann noch am selben Tag mit dem Bus nach Ninh Bin bzw. Tam Coc. Hier solltet ihr auf jeden Fall halt machen. Mietet euch ein Fahrrad und radelt zu den Sehenswürdigkeiten und auf jeden Fall zur Mua Cave (fragt im Notfall die Einheimischen nach `Hang Mua`, denn es gibt keine Beschilderung dorthin). Tam Coc ist leider sehr überlaufen und voller Touristen aber die Natur und die Tempel sind definitiv die Reise wert. Die Floßfahrt über den Fluß, bei denen die Fahrer mit den Füßen lenken ist zwar landschaftlich schön aber leider eine ziemliche Abzocke.
Highlights in Tam Coc und Umgebung:
- Fahrradtour durch die Karstlandschaft
- Aufstieg zur Mua Cave (Hang Mua) mit spektakulärem Ausblick
- Tempel und Pagoden wie Bai Dinh oder Hoa Lu (mit Roller erreichbar)
Auch hier bin ich 2 Nächte geblieben, da ich nachmittags erst ankam und dann nur einen vollen Tag für Radtour und die Mua Caves hatte. Der Bus in Richtung Halong Bay ging dann schon am nächsten Morgen. Ich kann hier auch eine Nacht mehr empfehlen, dann könnt ihr noch einen Roller mieten und die etwas entfernteren Tempel Bai Dinh oder Hoa Lu besichtigen.


4 Halong Bay
Die Halong Bay ist einer der bekanntesten Orte in Vietnam – wunderschön, aber auch voll und sehr touristisch. Vermutlich besucht einfach jede*r, der/die nach Vietnam kommt auch die Halong Bay. Die zahlrichen idyllischen Bilder, die man aus dem Internet oder von Prospekten kennt, erscheinen aufgrund der vielen Schiffe fast schon wie eine Collage.
Ich hatte mich für die Insel Cat Ba entschieden, um hier ein paar tolle Ausblicke auf die Bucht zu erhaschen und von hier aus ein paar Ausflüge zu machen. Ohne Roller seid ihr hier allerdings etwas aufgeschmissen, denn die Stadt selbst ist nicht sonderlich sehenswert und zum Strand ist ein ganzes Stück zu laufen. Ich bin nur eine Nacht hier geblieben und bin viel zu Fuß gelaufen. Da ich ziemlich erkältet war und nicht wirklich fit, musste ich meine Entdeckungen leider etwas einschränken.
Ich habe mich für Cat Ba als Basis entschieden:
- Tolle Ausblicke auf die Bucht
- Möglichkeit, Ausflüge und Bootstouren zu buchen
- Nationalpark Cat Ba für Wanderungen
Ich empfehle hier 2 Nächte zu bleiben und entweder auf ein Schiff zu gehen, in einem Floating Village zu übernachten oder von Cat Ba aus in ein paar Ausflüge in den Nationalpark zu machen. Der Klassiker ist hier eine Kanutour und es gibt überall Büros, wo ihr diese buchen könnt. Ich musste aufgrund des Wetters erst nach TamCoc und dann in die Halong Bay. Von Hanoi aus kommend würde man zuerst in die Bucht und dann nach Tam Coc fahren.
Mein Tipp: Der Aussichtspunkt am Kanonenfort ist definitiv sehenswert, wenn der Aufstieg auch wirklich schweißtreibend ist. Entweder lauft ihr hoch oder mietet einen Roller zum Erkunden der Insel.
5 Hue – Kaiserstadt mit viel Geschichte
Viele lassen die alte Kaiserstadt auf ihrer 2-wöchigen Reise durch Vietnam aus. Ich kann das nicht nachvollziehen denn Hue gehört zu einem meiner Highlights auf meiner Reise. Nicht nur kulturell und architektonisch ein Muss, sondern auch kulinarisch. Ich bin von Cat Ba aus mit Fähre und Bus bis nach Ninh Binh und dort dann in den Nachtzug nach Hue. Diese Verbindung war eine der längsten meiner Reise und ich war von einem Ort zum anderen ca. 15 Stunden unterwegs. Durch den Nachtzug ging es aber wunderbar und morgens zum Frühstück war ich dann in Hue angekommen.




Die Besichtigung der alten Kaiserstadt gehört hier zum Pflichtprogramm und auch die Kaisergräber in der Umgebung sind einen Besuch wert. Die Kaiserstadt erkundet ihr am Besten selbst, zu den Gräbern habe ich dann mit einer Mitreisenden aus dem Hostel einen Fahrer gemietet. Hue war es unglaublich stickig und heiß, ich war froh einen Hut dabei zu haben.
Must-sees in Hue:
- Alte Kaiserstadt (Zitadelle)
- Kaisergräber in der Umgebung (mit Fahrer oder Tour)
Hue gehört zum ehemaligen Südvietnam und hat ein anderes Flair als der Norden. Vor allem das Essen ist fantastisch, mit vielen lokalen Spezialitäten. Einige davon habe ich auch in meinem Beitrag über meine vietanesischen Lieblingsgerichte beschrieben. Schau gerne dort vorbei. Zum Beitrag Vietnam: Meine 8 leckersten Gerichte.
Tipp: Buche unbedint eine Food-Tour, zum Beispiel mit lokalen Guides. Du entdeckst Gerichte, die du sonst nie bestellt hättest.
6 Hai-Van-Pass (Wolkenpass) und Hoi An
Hoi An ist für mich auch ein absolutes Muss bei einer Vietnam Reise, weil es einfach wunderschön ist. Nach Hoi An gibt es nur Busverbindungen, der Zug fährt nur bis Danang.
Auf dem Weg von Hue nach Hoi An passierst du den berühmten Hai-Van-Pass – eine spektakuläre Küstenstraße und Wettergrenze zwischen Nord- und Südvietnam. Ich habe mich für einen Bustransfer entschieden, der über den Hai-Van-Pass fuhr und unterwegs noch an Aussichtspunkten anhielt. Für diese Strecke gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, daher sollte man in den zahlreichen Reiseagenturen Preise und Angebot vergleichen. Der Hai-Van-Pass ist ein tolles Erlebnis und man sollte ihn auf jeden Fall abfahren wenn man ohnehin von oder nach Hoi An fährt. Bei klarem Wetter wird man mit tollen Ausblicken belohnt. Die regulären Busse fahren alle durch den Tunnel und nicht durch die Berge, daher solltet ihr vorher nach Hai-Van fragen. Viele Reisenden haben sich auch im Rahmen einer Motorradtour mit einem Fahrer über den Pass bringen lassen.
Hoi An selbst ist ein wahres Schmuckstück und wohl die meist besuchteste Stadt in Vietnam. Es kommt einem etwas vor wie eine Puppenstube, alles ist klein, sauber und idyllisch und als ob die Zeit stehen geblieben wäre. In der Stadt wird sehr darauf geachtet, dass dieses Bild beibehalten wird und überall hängen die süßen bunten Laternen und die Beschilderungen der Läden sind alle aus traditionellem Holz. Leider ist die Stadt extrem überfüllt von Tourist*innen und überall stellen sich die Mädels für Instagram Fotoshootings auf. Hoi An kann man wunderbar zu Fuß erkunden, sich in einem der hippen Läden mit einem frischen Saft oder Kaffee treiben lassen und ein bisschen shoppen.
Warum ihr euch für Hoi An entscheiden solltet:
- Perfekt zum Schlendern, Shoppen und Café-Hopping
- Günstiges, leckeres Essen auf dem Markt
- sehr „instagrammable“ und fotogen
- Schneidereien fertigen dir schnell gübsfiige Kleidung an




Leckeres und günstiges Essen bekommt ihr auf dem Markt. Hier ist man schon auf die zahlreichen Touristen eingestellt und die meisten sprechen etwas englisch.
Mein Tipp: Wenn möglich, kommt zum Vollmond und bucht euch abends ein Boot und macht eine kleine Tour auf dem Fluss (Achtung, gut verhandeln). Im Licht des Vollmondes ist Hoi An am Abend noch magischer. Am Ende könnt ihr euch dann noch auf dem Nachtmarkt leckeres Streetfood schmecken lassen.
Für Badenixen: Strandstopp: An Bang Beach
Wenn ihr genug von der heißen und vollen Stadt habt, bleibt noch 1-2 Nächte am Ang Bang Strand, der nicht weit von Hoi An entfernt liegt. Der Strand ist wunderschön und ideal für eine kleine Auszeit. Wenn ihr eher etwas Nachtleben haben möchtet fahrt rüber nach Danang. Danang liegt in der selben Bucht nur ein paar Kilometer weiter und bietet alles was eine moderne Großstadt hat.
Mir hat es am Ang Bang Beach in meinem keinen Strandbungalow sehr gut gefallen und insgesamt war ich 2 Nächte in Hoi An und 2 am Strand. Nach dem ganzen Reisetagen und der ganzen Kultur taten ein paar Strandtage auch wirklich gut.
7 Mỹ Sơn – Tempelruinen nahe Hoi An
Von Hoi An aus kann man wunderbar die Ruinen von Mỹ Sơn besichtigen. Sie sind zwar längst nicht so spektakulär wie die Cham-Stätten in Kambodscha aber wenn man ohnehin in der Nähe ist, und einenTag Zeit hat, lohnt der Abstecher dorthin durchaus. Hier wird es teilweise unerträglich heiß, daher unbedingt ganz früh morgens aufstehen und die Sonnenaufgangstour dorthin buchen
Tipp: Buche eine Sonnenaufgangstour nach MySon. Es ist dann deutlich kühler und du bist rechtzeitig zum Frühstück wieder zurück in Hoi An.


8 Quy Noun/Bai Xep
Während es den Großteil der Touristen nach Nha Trang zieht, haben mir alle geraten „Don’t go to Nha Trang“. Es gäbe zwar einen schönen Strand, sei aber völlig überlaufen, gleiche eher europäischen Bettenburgen und sei übervölkert mit unangenehmen Tourist*innen. Das wollte ich auf keinen Fall. Nha Trang taucht so ziemlich in jeder Rundreise als Badestopp auf, die man in Deutschland so als Standard buchen kann. Wen so etwas mag, kann hier natürlich auch anhalten und bleiben.
Statt ins stark touristische Nha Trang zu fahren, habe ich mich abrer für den Geheimtipp Quy Nhon bzw. Bai Xep entschieden – eine ruhigere Alternative für den Strandstopp. Im Lonely Planet wird er bereits erwähnt und auch an der Rezeption meiner Unterkunft am Ang Bang Beach kannte man Quy Nhoun als Geheimtipp (Stand 2019). Also wollte ich dort als nächstes hin. Leider gibt es kaum Verbindungen von Hoi An aus und erst nach einigen erfolglosen Versuchen konnte mir jemand einen Minivan Transfer dorthin anbieten. Es handelt sich um eine Linienverbindung, die (fast ausschließlich) von Einheimischen genutzt wird und ist etwas halsbrecherisch. Der Minivan hält in Quy Nhoun, nach Bai Xep könnt ihr mit dem Taxi oder die Unterkunft in Bay Xep organisiert euch einen Fahrer.
Darum ist Bai Xep einen Abstecher wert:
- Kleines Fischerdorf mit wenigen Unterkünften
- Kaum Englisch, viel lokales Leben und viel Ursprünglichkeit
- leckeres Seafood
- Starker Wellengang, daher eher etwas für geübte Schwimmer
Da es nicht so viel zu sehen und erleben gibt, reichen zwei Nächte hier zum Entspannen aus.
Mein Tipp: Am Besten könnt ihr abends mit einer Kokosnuss und etwas Seafood am Strand die Seele baumeln lassen. Ich bin mir sicher, dass Bai Xep definitiv die bessere Wahl war als Nha Trang.
9 Dalat – Hochland, Wasserfälle und Kaffee
Ähnlich schwierig wie es nach Quy Nhon zu kommen ist, ist es ähnlich schwierig wieder weg zu kommen. Über die Unterkunft hatte ich einen Sleeperbus nach Dalat gebucht. Wir haben ihn dann an der Straße auf Höhe des Dorfes angehalten und ich konnte einsteigen. Es handelte sich um den Nachtbus von Nha Trang nach Dalat, der hier auf der Strecke hält.




Dalat liegt im Hochland und bietet sich für Outdoorsport wie Canyoning, Mountainbiking und Kaffeeliebhaber an. Hier wird Kaffee produziert und es gibt überall Hipster Cafes in denen Europäer und westliche Residents aus Saigon sitzen und den ganzen Tag Kaffee trinken. Dalat liegt recht hoch, hier braucht man etwas wärmere Kleidung und ich habe das erste Mal Vietnamesen mit dicken Pullovern und Jacken gesehen. Wenn ihr auch vorhabt nach Dalat zu fahren packt auf jeden Fall eine lange Hose und eine leichte Jacke ein. Von hier aus könnt ihr eine Motorrradtour zu den Wasserfällen machen. Sehenswert sind der goldene Buddha, der alte Bahnhof und eine Kaffeeplantage. Kaffeeliebhaber sollten hier die Kaffeeplantage von LaViet besuchen.
Die Stadt ist bekannt für:
- Canyoning und andere Outdoorsportarten
- Kaffeeanbau und gemütliche Retro-Cafés
- Angenehm kühleres Klima
Mein Tipp: Trinkt einen Kaffee in den zahlreichen Hipster Cafes und probiert mal einen Maulbeersaft. Ideal wenn es mal regnet.
10 Mui Ne – Dünen und Kitesurfen
In Mui Ne müsst ihr ein paar Tage bleiben, wenn ihr Kitesurf Fans seid und ein paar Tage abhängen wollt. Hier gibt es tolle Strände. Die Leute hier sind sehr locker und überall könnt ihr in Cafés und Bars etwas trinken und Sonne tanken. Mui Ne ist auch bekannt für seine Dünen, überall könnt ihr zu Sonnenauf- oder -untergang eine Tour buchen oder ihr fahrt einfach mit dem Grab oder mit einem gemieteten Roller selbst hin. Hier fühlt man sich eher wie in Dubai als in Vietnam. Morgens und Abends ist das Licht am Besten und es wimmelt von Menschen, die das perfekte Foto machen wollen.
Was dich erwartet:
- Sanddünen, die an eine Wüste erinnern
- Surfervibes
- Fairy Stream – ein kleiner Canyon mit Sand- und Felsformationen
- Viele Cafés und Bars entlang der Hauptstraße
Neben den Dünen könnt ihr euch noch den Fairy Stream ansehen (kostet Einttritt). Je nach Wetterlage wandert ihr hier ein Flussbett entlang und kann rote und weiße Sandsteinfelsen bestaunen. Ihr watet direkt durchs Wasser, also am besten Flip Flops anziehen.



Ich persönlich war von Mui Ne eher enttäuscht. Der Ort wird im Internet in meinen Augen viel zu sehr gehypt. Die Strände sind schön aber die in Ang Bang oder Bai Xep waren viel schöner und lange nicht so verdreckt wie die in Mui Ne. Ich empfehle Mui Ne daher nur bedingt. Der Ort ist sehr langgezogen, wenn ihr euch für eine Übernachtung entscheidet, solltet ihr eine Unterkunft buchen, die eher im Zentrum liegt.
In Mui Ne selbst halten nur Busse, wenn ihr mit dem Zug weiter wollt, müsst ihr mit dem Taxi bis nach Phan Tiet und von dort aus in den Zug in Richtung Ho-Chi-Minh steigen. Da ich lieber den Zug als den Bus nehmen wollte habe ich das Geld in das Taxi investiert und habe dann in den Zug gewechselt. Bis nach Ho-Chi-Minh City sind es dann ca. 4 Stunden Fahrt.
11 Ho-Chi Minh City / Saigon – Moderne Metropole
Saigon ist laut, voll und modern – und ein spannender Kontrast zu Hanoi. Hochhäuser, Shoppingmalls und historische Gebäude treffen hier aufeinander. Das reinste Rollerchaos mit dem Unterschied, dass Saigon viel moderner ist als Hanoi. Die alte, verwitternde Architektur weicht hier modernen Bürogebäuden und Wolkenkratzern. Es gibt zahlreiche Shoppingmalls und bekannte Mode- und Kaffeehausketten.
Ihr solltet euch das Kriegsmuseum ansehen, das den Vietnamkreig auf der Perspektive der Vietnames*innen zeigt, im Benh Than Market shoppen gehen und den Wiederevereinigungspalast besuchen. Die Skyline ist abends am Besten vom Bitexco Tower aus zu sehen. Wenn ihr statt für die Aussichtsterrasse euer Geld in die Bar direkt unter der Terrasse investiert, seid ihr meiner Meinung nach gut beraten. Es geht doch nichts über einen abendlichen Cocktail mit Aussicht. Es gibt so viel in Saigon zu sehen: das alte Post Office, die Notre Dame Kathedrale oder die Thien Hau Pagode. Saigon hat wirklich viele unterschiedliche Gesichter und für jeden ist etwas dabei.
Highlights in Saigon:
- Kriegsmuseum
- Benh-Thanh-Markt
- Wiedervereinigungspalast
- Notre-Dame-Kathedrale und Central Post Office
- Aussicht vom Bitexco Tower (oder aus der Bar darunter)




Ich habe noch eine Fotosafari gebucht, bei der man auch weniger bekannte Ecken kennengelernt hat wie z.B. den Blumenmarkt, die pinke Tan Dinh Kirche oder die Thien Hau Pagode. Wenn ihr etwas abseits der klassischen Touristenrouten machen möchtet, kann ich solche Touren auf jeden Fall empfehlen. Abends gibt es auch hier wie fast überall in Vietnam leckeres Streetfood. Je nachdem wie viel Zeit ihr habt solltet ihr hier schon 2 volle Tage bleiben, um die Stadt auf euch wirken zu lassen.
Mein Tipp: ein leckeres Banh Xeo bei dem legendären Banh Xeo 46A essen odere wenn ihr mal wieder Hunger auf trendiges westliche Essen habt, fahrt geniesst einen leckeren Brunch in Vintage Emporium.
12 Mekong Delta – Leben am Fluss
Von Ho-Chi-Minh City aus gibt es zahlreiche Ausflüge ins Mekong Delta. Ich wollte eigentlich zu den schwimmenden Märkten und dort auch übernachten, aber leider kamen für diesen Trip nicht genug Teilnehmer zusammen. Daher ging es für einen Tagesausflug nach My Tho, welches auch im Delta lag. Ein sehr touristischer Ausflug aber ein lohnenswerter Einblick in das Leben in dem Gebiet. Die Auswahl an Ausflügen ist groß, am besten sucht ihr euch den raus, der euch am Besten gefällt. Ich habe mir eine Süßigkeitenherstellung aus Kokosnüssen angesehen, eine Eselskarrenfahrt und eine Bootsfahrt gemacht. Die voller Dröhnung Touristenprogramm.
Mein Tipp: Beim nächsten Mal würde ich wohl im Vorfeld mehr Zeit in die Auswahl des passenden Ausfluges investieren oder auf eigene Faust in Mekong Delta fahren und mir die schwimmenden Märkte ansehen.
Praktische Vietnam Reisetipps für deine Rundreise: Worauf ihr bei der Planung noch achten solltet
Zum Schluss noch ein paar allgemeine Tipps, die dir die Planung deiner Vietnam Rundreise erleichtern:
- Budget: Vietnam ist insgesamt ein günstiges Reiseland. Homestays und einfache Unterkünfte sind preiswert, auch private Zimmer in Hostels lohnen sich.
- Handeln: Vietnamesen handeln gerne. Trau dich, bei Touren, Transfers und Souvenirs über den Preis zu sprechen.
- Streetfood: Unbedingt probieren! Iss dort, wo viele Einheimische sitzen – das ist meist ein gutes Zeichen.
- Sprache: Englisch ist weniger verbreitet als z. B. in Thailand. Mit Händen und Füßen, ein paar vietnamesischen Worten und einem Lächeln kommst du aber fast immer weiter.
- Sicherheit: Als alleinreisende Frau habe ich mich überwiegend sicher gefühlt. Wie überall gilt: Nicht mit offensichtlichen Luxusartikeln herumwedeln und auf Wertsachen achten.
- SIM-Karte & Apps: Kauf dir direkt zu Beginn eine lokale SIM-Karte mit Datenvolumen oder nutze eine e-SIM. So kannst du die „Grab“ App problemlos nutzen, Unterkünfte buchen und mit Zuhause über WhatsApp in Kontakt bleiben.


Wart ihr schon einmal in Vietnam und habt noch andere Tipps? Oder möchtet ihr noch etwas anderes wissen? Dann könnt ihr mir gerne schreiben.

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Hallo Sarah.
Meine Tochter und ich fliegen im Sommer nach Vietnam. Ich fand deinen Bericht super hilfreich und hätte eine Frage bzgl. An Bang Beach. Du erwähntes ein Strandbungalow. Ich hatte bereits nach Unterkünften gesucht, allerdings nichts ähnliches gefunden. Könntest du mir evtl verraten, wo du das Strandbungalow gebucht hast?
Vielen Dank und liebe Grüße
Magdalena
Liebe Magdalena,
es freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat. Schau einfach mal unter „Under the Coconut tree“.
Eine Freundin war neulich auch dort und ihr hat es dort ebenfalls gut gefallen.
Viele Grüße
Sarah