Auf der Suche nach den Polarlichtern

Wie sie im Schnee Lapplands am Himmel tanzen

Sicher steuert der Guide einen Parkplatz an der Straße an. Zumindest scheint es ein Parkplatz zu sein, denn die Landschaft ist vollkommen mit einer dicken Schneedecke überzogen und die Grenze zwischen Straße und Feldern ist für mich nicht mehr zu erkennen. Der Schnee glitzert vor Kälte und der Vollmond ist so hell, dass wir gar keine Lampen brauchen. Gunnar (unser Guide) hat uns die Temperatur durchgegeben und gemeint es sei -8 Grad, als nicht ganz so kalt wie vermutet. Er ist natürlich hier geboren und kennt ganz andere Temperaturen. Minus 8 Grad also. Gut zu wissen. Es wird also richtig kalt.

Lappland Schneelandschaft

Rein in das Winterwunderland

Die Location, die Gunnar rausgesucht hat, ist wunderbar. Mitten im Nirgendwo in Finnisch Lappland, in einem Winterwunderland umgeben von hohen Bergen. Hier sollen sich gleich die Polarlichter blicken lassen. Wir sind vor 2 Stunden in Tromsö losgefahren. Hier ist die Wolkenvorhersage nicht so gut, also starten wir in Richtung Finnland.

Je weiter wir ins Landesinnere kommen, desto trockener und kälter wird es. Und kurz vor der Grenze ist es da. Das Winterwunderland wie man sich Skandinavien im Winter vorstellt. Alles ist von Schnee und ein überzogen und glitzert vor Kälte. Ich kann gar nicht genug davon bekommen und freue mich über den Vollmond, denn dadurch ist es so hell, dass man vieles trotz der Dunkelheit erkennen kann. Schon alleine für die Landschaft hat es sich gelohnt hierher zu fahren.

Lappland, -12 Grad Celsius

Vorsichtig halte ich meinen Kopf aus der Autotür, um zu gucken, ob ich doch den angebotenen Thermoanzug in Anspruch nehmen soll. Und tatsächlich ist es wohl gar nicht so kalt wie ich mir das vorgestellt habe. Die Kälte ist ganz trocken und erst einmal gut auszuhalten. Also doch nur Thermoboots anziehen und hoffen, dass die 4 Schichten Klamotten, die ich anhabe, mich möglichst lange warm hält.

..und dann tanzen sie

Kurze Zeit später sitzen wir also in Finnisch Lappland bei mittlerweile -12 Grad am Lagerfeuer, trinken heißen Johannisbeersaft und warten dass der Himmel aufklart und die Polarlichter kommen. Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Und als es dann losgeht, sind alleglücklich wie schön die Lichter über den Schnee tanzen. Schnell haben wir rausbekommen wie man die Lichter mit dem bloßen Auge erkennt. So hell und grün wie man das aus dem Netz oder dem Fernsehen kennt, sind sie zunächst gar nicht. Aber immer wieder zeigt derjenige auf die Stelle, wo er ein Licht vermutet.

Durch die Kameras werden die Lichter schneller sichtbar. Zumindest am Anfang. In unterschiedlichen Formen tanzt „Lady Aurora“ dann am Himmel. Mal schmal und lang, mal großflächig und breit. Je nach Laune. Ich bin ganz happy. Und fasziniert was die Natur uns hier wieder alles bietet. Auch wenn sie die Kälte immer mehr in meinen Füße breit macht, will ich nicht aufhören in den Himmel zu starren bis die Wolken den Polarlichtern wieder Einhalt gebieten und sie wieder dahinter verschwinden. Wie schön das ist. In dieser Kulisse ist es einfach perfekt. Der weiße Schnee, der Vollmond, Lagerfeuer und dieses Schauspiel am Himmel.

Einzigartige Naturwunder

Vielleicht haben wir noch einmal Glück und sie kommen wieder. Aber Gunnar macht uns keine Hoffnung. Die Wolke werden bleiben. Also genießen wir (sofern das bei -12 Grad geht) das Lagerfeuer und springen in den kniehohen Schnee. Wann haben wir das in Deutschland schon einmal? Das ist für mich Lappland im Winter. Wie gerne hätte ich diese Landschaft bei Tag gesehen. Aber kein Grund traurig zu sein, um Polarlichter sehen zu können, muss es eben dunkel sein.

Auf dem Rückweg nach Tromsö suchen wir noch einmal Orte, an denen die Wolken wegziehen und den Blick auf neue Polarlichter freimachen. Aber leider haben wir kein Glück. Neuer Schnee kündigt sich an und die Wolken bleiben hartnäckig. Aber so ist die Natur. Solche Phänomene kommen nicht auf Knopfdruck und gerade deshalb sind sie so wertvoll.

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5 Gedanken zu “Auf der Suche nach den Polarlichtern

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